Das PSI betreibt die weltweit erste und einzige kompakte Strahlentherapie-Einrichtung
mit Scanning-Verfahren für die Behandlung von tief liegenden Tumoren mit Protonenstrahlen.
Mit der am PSI entwickelten Spot-Scanning-Technik können Krebstumoren
im Innern des Körpers zielgenau bestrahlt und das Tumorwachstum erfolgreich
gestoppt werden, ohne das umliegende gesunde Gewebe zu schädigen. Diese
neue Therapiemethode basiert auf den besonderen physikalischen Eigenschaften
von Protonen: Es sind positiv geladene Elementarteilchen (Kerne von Wasserstoffatomen),
welche auf hohe Energie beschleunigt und mit Magneten präzise in den
Tumor gelenkt werden können. Beim Eindringen in den Körper werden
sie abgebremst, und sie deponieren den grössten Teil ihrer Dosis beim
Stoppen im Tumorvolumen. Das gesunde Gewebe wird dabei optimal geschont.
Am PSI arbeitet ein für die Protonentherapie speziell ausgebildetes und geschultes Ärzteteam. Bis Ende 2011 wurden mit der am PSI entwickelten, weltweit einzigartigen
kompakten Gantry mehr als 800 Patientinnen und Patienten mit Hirn-, Schädelbasis-
und Wirbelsäuletumoren und mit Sarkomen im Beckenbereich behandelt.
Unter den behandelten PatientInnen waren rund 200 Kinder und Jugendliche.
Seit Mitte 2004 profitieren am
PSI auch Kleinkinder mit Krebstumoren von der Protonentherapie. Diese kleinen
Patientinnen und Patienten müssen für die nur wenige Minuten dauernde
Bestrahlung anästhesiert werden, damit sie genau positioniert bleiben
und das gesunde Gewebe optimal geschont werden kann. Ein Anästhesieteam
des Kinderspitals Zürich übernimmt die Anästhesie
der Kinder am PSI.
Seit 1984 betreibt das PSI in enger Zusammenarbeit mit dem Hôpital Ophtalmique
der Universität Lausanne die OPTIS-Anlage zur Bestrahlung von Augenmelanomen
mit Protonen. Ein Protonenstrahl wird dabei zielgenau auf den Tumor auf
dem Augenhintergrund gelenkt. Bis Ende 2011 wurden über 5700 Patientinnen
und Patienten mit dieser einzigartigen Methode am Auge bestrahlt. Langjährige Nachkontrollen zeigen, dass in mehr als 98
Prozent der Behandlungen das Tumorwachstum gestoppt oder der Tumor zum Verschwinden
gebracht werden konnte. In über 90 Prozent der Behandlungen konnte das tumorkranke
Auge gerettet werden.
Die Erfolge stimmen uns zuversichtlich,
dass diese neuartige Therapieform einen wesentlichen Fortschritt bei der
Behandlung und Heilung von Krebspatientinnen und -patienten bringen kann.
Deshalb entwickeln wir unsere Technik weiter mit dem Ziel, sie für
den Einsatz in Spitälern vorzubereiten (Projekt
PROSCAN). In diesem Zusammenhang haben wir zusammen mit der Industrie ein neuartiges Medizinzyklotron
(COMET) für die Beschleunigung der Protonen auf die für die Behandlung
der tief liegenden Tumoren benötigte Energie entwickelt und seit Februar 2007 setzen wir es im Patientenbetrieb ein. Die
Bestrahlungstechnik wird zur Zeit weiterentwickelt und die klinische Forschung verstärkt, so dass in Zukunft zusätzliche Tumorindikationen
(z. B. auch bewegliche Tumoren in Lunge und Brust) mit der hochpräzisen Scanning-Technik behandelt werden können.
Die Anlage
am PSI wird weiter ausgebaut, damit in Zukunft noch mehr Patientinnen und Patienten von der Protonentherapie
profitieren können. Die Sachinvestitionen in die Protonentherapie am PSI belaufen sich gesamthaft auf über 60 Mio.
Franken. Sie werden aus Ressourcen des PSI, von Sponsoren
und Donatoren sowie aus Einnahmen aus Lizenz- und Beratungsverträgen mit der Industrie
und Einnahmen aus Patientenbehandlungen gedeckt. Der Kanton Aargau hat sich im November 2008 mit einem Förderbeitrag von 20
Mio. Franken am Ausbau der Anlage beteiligt. Ende 2011 hat auch der Kanton Zürich einen Beitrag von 20 Mio. Franken für die Erstellung eines zusätzlichen Bestrahlungsplatzes (Gantry 3) beschlossen. Damit wird die Technik weiterentwickelt und die klinische Infrastruktur erweitert, so dass die klinische Forschung verstärkt werden kann..
Für das Projekt
PROSCAN und das Protonentherapieprogramm am PSI suchen wir weitere Sponsoren und Donatoren. Auskunft erteilt
Martin Jermann, Programmleiter Protonentherapie PSI.
Auch kleine Unterstützungsbeiträge
für dieses einzigartige Projekt werden gerne entgegengenommen:
Neue Aargauer Bank
Postfach 528
CH-5201 Brugg
Konto Nr.: 968671-81
IBAN: CH50 0588 1096 8671 8100 0
Clearing Nr.: 5881
BIC: AHHBCH22XXX
Für:
Krebsforschung PSI
Paul Scherrer Institut
CH-5232 Villigen-PSI
Jede Unterstützung wird verdankt
und Sie haben die Möglichkeit den Projekt-Fortschritt zu verfolgen.
Alle Sponsoren- und Donatorenbeiträge werden ausschliesslich für
das Protonentherapieprogramm am PSI verwendet.
Bisherige
Projekt-Sponsoren und -Donatoren (Fr. 5'000.- und mehr)