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Updated:
25.11.2013
E-Mail: protonentherapie@psi.ch


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Die Protonentherapie am PSI


Das PSI betreibt die weltweit erste und einzige kompakte Strahlentherapie-Einrichtung mit Scanning-Verfahren für die Behandlung von tief liegenden Tumoren mit Protonenstrahlen. Mit der am PSI entwickelten Spot-Scanning-Technik können Krebstumoren im Innern des Körpers zielgenau bestrahlt und das Tumorwachstum erfolgreich gestoppt werden, ohne das umliegende gesunde Gewebe zu schädigen. Diese neue Therapiemethode basiert auf den besonderen physikalischen Eigenschaften von Protonen: Es sind positiv geladene Elementarteilchen (Kerne von Wasserstoffatomen), welche auf hohe Energie beschleunigt und mit Magneten präzise in den Tumor gelenkt werden können. Beim Eindringen in den Körper werden sie abgebremst, und sie deponieren den grössten Teil ihrer Dosis beim Stoppen im Tumorvolumen. Das gesunde Gewebe wird dabei optimal geschont.

Am PSI arbeitet ein für die Protonentherapie speziell ausgebildetes und geschultes Ärzteteam. Bis Ende 2012 wurden mit der am PSI entwickelten, weltweit einzigartigen kompakten Gantry mehr als 900 Patientinnen und Patienten mit Hirn-, Schädelbasis- und Wirbelsäuletumoren und mit Sarkomen im Beckenbereich behandelt. Unter den behandelten PatientInnen waren rund 250 Kinder und Jugendliche.

Seit 2004 profitieren am PSI auch krebskranke Kleinkinder von der Protonentherapie. Diese kleinen Patientinnen und Patienten müssen für die nur wenige Minuten dauernde Bestrahlung anästhesiert werden, damit sie genau positioniert bleiben und das gesunde Gewebe optimal geschont werden kann. Ein Anästhesieteam des Kinderspitals Zürich übernimmt die Anästhesie der Kinder am PSI.

Seit 1984 betreibt das PSI in enger Zusammenarbeit mit dem Hôpital Ophtalmique der Universität Lausanne die OPTIS-Anlage zur Bestrahlung von Augenmelanomen mit Protonen. Ein Protonenstrahl wird dabei zielgenau auf den Tumor auf dem Augenhintergrund gelenkt. Bis Mitte 2013 wurden über 6000 Patientinnen und Patienten mit dieser einzigartigen Methode am Auge bestrahlt. Langjährige Nachkontrollen zeigen, dass in mehr als 98 Prozent der Behandlungen das Tumorwachstum gestoppt oder der Tumor zum Verschwinden gebracht werden konnte. In über 90 Prozent der Behandlungen konnte das tumorkranke Auge gerettet werden.

Die Erfolge stimmen uns zuversichtlich, dass diese neuartige Therapieform einen wesentlichen Fortschritt bei der Behandlung und Heilung von Krebspatientinnen und -patienten bringen kann. Deshalb entwickeln wir unsere neuartige Bestrahlungstechnik weiter mit dem Ziel, sie für den Einsatz in Spitälern zugänglich zu machen (Projekt PROSCAN). In diesem Zusammenhang haben wir für die Beschleunigung der Protonen auf die für die Behandlung der tief liegenden Tumoren benötigte Energie in enger Zusammenarbeit mit der Industrie ein sehr kompaktes Medizinzyklotron (COMET) entwickelt. Seit Februar 2007 setzen wir es am PSI im Patientenbetrieb ein. Seit 2009 ist ein solches Zyklotron nun auch an einem Protonentherapiezentrum in Deutschland im Einsatz und weitere derartige Beschleuniger sind weltweit an Spitälern im Bau.

Die Bestrahlungstechnik wird zur Zeit weiterentwickelt und die klinische Forschung verstärkt, so dass in Zukunft zusätzliche Tumorindikationen (z. B. auch bewegliche Tumoren in Lunge und Brust) mit der hochpräzisen Scanning-Technik behandelt werden können.

Die Anlage am PSI wird weiter ausgebaut, damit in Zukunft noch mehr Patientinnen und Patienten von der Protonentherapie profitieren können. Im November 2013 wurde ein neues Bestrahlungsgerät, die Gantry 2, in Betrieb genommen. Sie ist mit einem sehr schnellen Scanning für das Bestrahlen des Tumors ausgerüstet. Bewegliche Tumoren sollen damit mit ähnlich hoher Präzision wie stabile Tumoren behandelt werden können.

Die Sachinvestitionen in die Protonentherapie am PSI belaufen sich bisher gesamthaft auf über 70 Mio. Franken. Sie werden aus Ressourcen des PSI, von Sponsoren und Donatoren sowie aus Einnahmen aus Lizenz- und Beratungsverträgen mit der Industrie und Einnahmen aus Patientenbehandlungen gedeckt. Die Kantone Aargau und Zürich haben sich mit Förderbeiträgen von je 20 Mio. Franken am Ausbau der Anlage und der Forschung und Entwicklung beteiligt. Zusätzlich zur Gantry 2 wird nun noch ein weiterer, vergleichbar leistungsfähiger Bestrahlungsplatz Gantry 3 entwickelt und aufgebaut. Damit soll in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich und weiteren Spitälern insbesondere die klinische Forschung verstärkt werden.

Für das Projekt PROSCAN und das Protonentherapieprogramm am PSI suchen wir weitere Sponsoren und Donatoren. Auskunft erteilt Martin Jermann, Programmleiter Protonentherapie PSI.

Auch kleine Unterstützungsbeiträge für dieses einzigartige Projekt werden gerne entgegengenommen:

Neue Aargauer Bank
Postfach 528
CH-5201 Brugg

Konto Nr.: 968671-81
IBAN: CH50 0588 1096 8671 8100 0
Clearing Nr.: 5881
BIC: AHHBCH22XXX

Für:
Krebsforschung PSI
Paul Scherrer Institut
CH-5232 Villigen-PSI

Jede Unterstützung wird verdankt und Sie haben die Möglichkeit den Projekt-Fortschritt zu verfolgen. Alle Sponsoren- und Donatorenbeiträge werden ausschliesslich für das Protonentherapieprogramm am PSI verwendet.

Bisherige Projekt-Sponsoren und -Donatoren (Fr. 5'000.- und mehr)