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Updated:
02.11.2011
E-Mail: protonentherapie@psi.ch


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OPTIS2 -- eine neue Anlage für Augentherapie mit Protonenstrahlen


Seit 1984 behandeln wir am PSI in enger Zusammenarbeit mit dem Hôpital Opthalmique der Universität Lausanne Patientinnen und Patienten, welche an einem Augentumor erkrankt sind, mit Protonen (Anlage OPTIS, neu OPTIS2). Bis Ende 2010 haben wir rund 5500 Patientinnen und Patienten bestrahlt. In mehr als 98 Prozent konnte das Tumorwachstum definitiv gestoppt werden oder der Tumor wurde zum Verschwinden gebracht. In über 90 Prozent der Fälle konnte das tumorkranke Auge gerettet werden.

OPTIS ist in Europa eine Pionieranlage für die Therapie von Augentumoren mit Protonenstrahlen. Inzwischen sind in Europa nach dem PSI-Vorbild sechs weitere derartige Einrichtungen in Betrieb. Zur Zeit profitieren pro Jahr 200 bis 250 Patientinnen und Patienten von dieser Therapie.

Mit OPTIS können zur Zeit folgende Augentumoren behandelt werden:

  • Aderhautmelanome, auch solche, die auf andere Therapien nur teilweise angesprochen haben.
  • Hämangiome, das sind Blutgefässwucherungen im Auge
  • Metastasen im Auge
  • Melanome der Bindehaut

MRI Bild eines Augenmelanoms..................Therapieplanung: Mit Protonen kann die
.........................................................................Dosis sehr präzise.im Tumor abge-
.........................................................................geben werden. Das gesunde Gewebe
.........................................................................wird optimal geschont.

OPTIS2 OPTIS2

Die Therapie besteht meistens aus 4 Bestrahlungen an 4 aufeinander folgenden Tagen. Die Bestrahlung selbst dauert rund 60 Sekunden. Um das Auge in der gewünschten Richtung und Position zu halten, fixiert der Patient während der Therapie einen ihm vorgebenen Lichtpunkt. Vor jeder Bestrahlung werden die Position des Auges und des Tumors mit Hilfe von Röntgenaufnahmen kontrolliert. Die Ist-Position muss von der Soll-Position weniger als 0,2 mm abweichen; dann führen wir die Bestrahlung durch.

Durch den Ausbau der Anlage am PSI (Projekt PROSCAN) können Patientinnen und Patienten von einer technisch und komfortmässig verbesserten Bestrahlungseinrichtung (OPTIS2) profitieren.